Lernen räumlicher Strukturen

Ein Anwendungsfeld dynamischer Visualisierungen sind räumliche Strukturen von Objekten bzw. räumliche Konfigurationen. In einer dynamischen Visualisierung kann eine lernende Person die Veränderung der Perspektive auf das Objekt mitvollziehen, da sich entweder eine virtuelle Kamera um das Objekt bewegt oder das Objekt vor einer fixierten Kameraposition gedreht und zerlegt wird. Dies kann gegenüber statischen Ansichten (etwa Quer- und Längsschnittbilder) eine kognitive Erleichterung bedeuten.

Räumliche Konfigurationen werden allerdings oft mit recht komplexen, intuitiv gestalteten Kamerafahrten, Zooms, Rotationen, Schnitten und Hinweisreizen visualisiert, deren Wirkungsweise im Einzelnen noch nicht bekannt ist. Diese Visualisierungen können Lernende überfordern. In einer aktuellen Experimentalreihe untersuchen wir daher den fokussierten Einsatz von Animationen zur Erleichterung des räumlichen Verständnisses und beziehen dabei inter-individuelle Unterschiede in räumlichen Fähigkeiten ein.

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Münzer, S. (2012). Facilitating spatial perspective taking through animation: Evidence from an aptitude-treatment-interaction. Learning and Individual Differences, 22, 505-510. doi: 10.1016/j.lindif.2012.03.002